Du suchst ein Ausflugsziel mit dem Fahrrad ab Berlin? Dann ist vielleicht dieser kurze Bikepacking-Overnighter von Berlin nach Angermünde über den Berlin-Usedom-Radweg etwas für dich. Der Bikepackingtrip ab Berlin ist das ideale Mikroabenteuer.
Du kannst in kurzer Zeit viel Waldluft schnuppern, dich sportlich betätigen und dir nebenbei auch noch den Kopf frei-radeln. Egal, ob du Biwak, Zelt oder doch lieber die Pension/Hotel wählst. Auf diesem Abschnitt des Berlin-Usedom-Radwegs findest du passgenau die perfekte Auszeit auf zwei Rädern für dich.

Start/Anfahrt für deinen Overnighter ab Berlin
Lebst du in Berlin? Super, dann ist die Anreise für dich gar kein Thema. Du wohnst nicht in Berlin? Auch kein Problem. Die Hauptstadt ist, wie du sicherlich bereits weißt, auch sehr gut mit Bahn oder Auto erreichbar.
Ich habe meine Route direkt ab zuhause, im Berliner Osten, geplant. Du kannst die Route aber natürlich so anpassen, wie es für dich am besten passt. Also einfach von zuhause losradeln oder meine Tour nachfahren und zum Beispiel am Bahnhof Lichtenberg oder S-Bahnhof Wartenberg starten.

Oder du suchst dir einen anderen praktischen Startpunkt, beispielsweise ab Hauptbahnhof. Zum Planen der Tour nutze ich persönlich am liebsten die App/Webseite Komoot. Damit kannst du deine Route kinderleicht anpassen.
Sollte dir die Tour zu weit sein, kannst du auch später einsteigen. Gute Möglichkeiten hierfür sind ab S-Bahnhof Berlin-Buch oder Bahnhof in Bernau. Zu diesen Startpunkten gelangst du gemütlich mit der Berliner S-Bahn oder mit der Regionalbahn. Vorteil ist hier natürlich, dass du den großen Stadtteil hinter dir lässt und fast direkt im Grünen starten kannst.
Bikepacking-Overnighter von Berlin nach Angermünde
Meine Bikepackingtour über den Berlin-Usedom-Radweg startete, wie bereits erwähnt, im Osten Berlins. Zunächst führt mich meine Route ein Stück durch die Berliner Innenstadt, bis ich schließlich am Malchower See vorbeifahre.
Ab hier wird es bereits etwas grüner und fühlt sich weniger nach hektischer Großstadt an. Von da aus fährst du entlang am Landschaftspark Wartenberger Feldmark.


Leider folgt darauf nochmal ein kurzes Stück durch die Stadt, durch Karow, bis du Richtung Bahnhof Buch abbiegst. Hier befindest du dich übrigens schon auf der offiziellen Route des Fernradwegs Berlin – Usedom. Wechselnde Wege, zwischen Asphalt und gut befahrbarem Waldweg, wechseln sich nun ab, bis du schließlich schon in Bernau ankommst.
Hier hast du viele Möglichkeiten, dich mit Getränken und Essen einzudecken. Die Stadt Bernau hält auch einiges an Kopfsteinpflaster für dich bereit. Da du allerdings nur auf direktem Weg die Stadt durchquerst, ist das sehr gut aushaltbar.



Hast du Bernau erstmal hinter dir gelassen, eröffnet sich dir der Hauptgrund, weshalb du diesen Overnighter zwischen Berlin und Angermünde machen solltest. Wunderschöne und idyllische Natur.
Du radelst fernab vom Autoverkehr durch das Biesenthaler Becken und kommst in den Genuss der unendlichen Brandenburger Weiten und Wälder. Einige der Wege könnten mittlerweile eine Neuerung vertragen, da sich immer mal wieder Straßenschäden auf den Radwegen finden. Insgesamt sind die Wege aber ein wahrer Traum.



Mittlerweile bist du bereits bis zum Biosphärenreservat Schorfheide geradelt. Hier und da findest du immer mal wieder kleinere Highlights und Restaurants am Weg oder einfach eine Bank, die zum Pausieren einlädt. Die Pause kannst du dir an dieser Stelle auch gönnen.
Zwar gibt es auf der Route keine nennenswerten Anstiege, aber dennoch geht es viel bergauf und bergab. Aber je anstrengender es bergauf ist, umso mehr verdient fühlt es sich doch bergab hinterher an.
Eines der Highlights dieser Tour für mich erreichst du nach ca. 60 Kilometern: den Werbellinsee. Du fährst links vom See über den Radweg und hast immer mal wieder einen freien Blick auf den See. Vielleicht hast du auch das Glück wie wir und kannst direkt deine Pause bei diesem großartigen Ausblick genießen. Spätestens hier fühlt sich dein Overnighter von Berlin nach Angermünde an wie ein richtiger Urlaub.

Nach dem Werbellinsee bemerken wir, dass nun leider kaum noch Möglichkeiten zum Wasserflaschen auffüllen kommen. Zwar fährt man durch kleinere Ortschaften, allerdings gibt es hier eigentlich gar nichts. Zumindest nichts, ohne größere Umwege in Kauf zu nehmen.
Uns bleibt an dieser Stelle nichts anderes übrig, als weiterzufahren und es auszuhalten. Achte also auf jeden Fall darauf, dass du deine Vorräte auffüllst, wenn du die Chance dazu hast.
Dadurch, dass unterwegs häufig Möglichkeiten zum Essen und Trinken waren, haben wir gar nicht darüber nachgedacht und wollten unsere Vorräte gegen Ende erst auffüllen. An diesem Tag war das in Ordnung, aber bei wärmeren Temperaturen ist es doch sicherer, etwas mehr Getränke dabei zu haben.
Kurz vor unserem Ziel kommt uns daher der Kaffee Konsum bei Angermünde sehr gelegen. Hier gibt es Getränke und Essen und mit etwas Glück kannst du dir einen Platz in der Sonne für deine Pause gönnen. Da wir noch etwas Zeit haben, bis wir in unsere Unterkunft können, tun wir genau das.
Die letzten Meter radelst du an den Fischteichen der Blumberger Mühle entlang, die perfekte Abschlusskulisse für einen schönen Tag auf dem Fahrrad.


Unterkunft
Wir haben uns dagegen entschieden, zu zelten, und haben uns stattdessen eine Pension rausgesucht. Bei der Pension „Im Forsthaus“ in Angermünde waren wir bereits vor einigen Jahren, als wir den Berlin-Usedom-Radweg komplett gefahren sind.
Die Pension liegt direkt am Berlin-Usedom-Radweg, so musst du keine zusätzlichen Wege in Kauf nehmen. Da die Unterkunft auch als „Bett & Bike“-Gastgeber qualifiziert ist, musst du dir auch keine Sorgen um einen Abstellplatz für dein Fahrrad machen. Dieses kannst du im abgeschlossenen Raum parken.


Rückweg
Den Rückweg haben wir genauso gestaltet wie den Hinweg. Ursprünglich war geplant, die Strecke abzukürzen und ab Bernau in die Bahn zu steigen. Schließlich sind wir dann aber doch komplett durchgefahren und sind an beiden Tagen über 100 Kilometer gefahren, eine schöne Herausforderung.


Tipps
Aktuell muss man etwas aufpassen, weil am Bahnhof in Buch unter der Brücke gebaut wird. Die ausgeschilderte Umleitung führt dich links vom Bahnhof weg, ein kleines Stück durch die Stadt.
Ich empfehle dir, hier rechts unter der Brücke den Weg zu wählen. Hier musst du zwar kurz unter der Brücke dein Fahrrad schieben, aber insgesamt ist der Weg durch den Schlosspark in Buch viel angenehmer zu fahren als die ausgeschilderte Umleitung über die Straße.

Wie bereits erwähnt würde ich auf jeden Fall immer dann die Wasserflaschen auffüllen, wenn du Gelegenheit dazu hast. Unterwegs bei deinem Overnighter hast du zwischendurch immer kürzere Strecken ohne Chance zur Verpflegung.
Gleiches gilt natürlich auch für Werkzeug. Wenn du häufig fährst, hast du einige Dinge sicherlich sowieso im Gepäck. Ich habe meistens ein Erste-Hilfe-Set*, Multitool*, Ersatzschlauch*, Luftpumpe*, CO₂-Kartuschen* und Reifenheber* dabei. So kann ich trotz kleinerer Pannen meine Fahrt fortsetzen.
Ansonsten kann ich dir nur den Tipp geben, den Overnighter von Berlin nach Angermünde zu genießen. Der Berlin-Usedom-Radweg bietet dir tolle Strecken durch wirklich schöne Gebiete und ermöglicht es dir, schnell vom stressigen Alltag abschalten zu können und dich direkt ins Urlaubsfeeling zu katapultieren.
Bist du auch schon über den Berlin-Usedom-Radweg geradelt?
Oder welcher war bisher dein Lieblingstrip für einen Overnighter?
Schreibe deine Erfahrungen gern in die Kommentare.

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