Must-Haves für kurze Radtouren
Must-Haves für kurze Radtouren

Must-Haves für kurze Radtouren

Du planst eine kurze Fahrradtour und überlegst, was du dafür eigentlich alles einpacken musst? Hier findest du einen übersichtlichen Guide mit den absoluten Radtour Must-Haves, die du für jede Tour immer griffbereit haben solltest.

Überblick

Bekleidung

Die Frage, die sich die meisten Menschen jeden Morgen, bevor sie zur Arbeit gehen stellen, stellen viele sich auch vor der Radtour: was ziehe ich eigentlich an?

Insgesamt richtet sich für mich die Frage, was ich beim Radfahren anziehe nach der Wetterprognose und danach, wie weit ich vorhabe zu fahren. Je nachdem ziehe ich dann lange Sachen, kurze Sachen oder Regensachen an oder packe es extra für den Notfall mit ein. Die absoluten Must-Haves die ich bei absolut jeder Radtour dabei habe stelle ich dir jetzt ein bisschen genauer vor.

Radhose

Die Frage der Radhose stellt sich für mich persönlich mittlerweile kaum noch. Fahre ich über 15 Kilometer, trage ich eine gepolsterte Radhose. Für kurze Strecken zum Einkauf oder zur Arbeit radel ich in Alltagsklamotten. Für alles, was darüber hinausgeht, finde ich eine Fahrradhose sinnvoll, um Reibung zu vermeiden und einfach mehr Komfort zu haben. Die Nähte von normaler Unterwäsche und Kleidung ist für längere Fahrten einfach sehr unangenehm und sorgt mitunter dafür, dass man sich im wahrsten Sinne des Wortes wundfährt. Das braucht, glaube ich, niemand. Von daher ist die Radhose für mich ein absolutes Must Have, auch schon bei kurzen Touren. Mittlerweile setze ich dabei ausschließlich auf Hosen von Gonso*. Jeder muss aber natürlich selbst für sich testen, was gut passt.

Suchst du noch mehr Infos zum Thema Radhose? Dann schau doch mal auf der Seite von Liv Cycling vorbei, dort findest du Wissenswertes zum Thema.

 

Frau auf Fahrrad mit Radhose
Radhose von Gonso

Helm

Nur kurz 3 Kilometer zum Frühstück im Lieblingscafé? Oder die geliebte Feierabendrunde mit 25 Kilometern? Total egal. Ohne Helm fahre ich nie. Früher fand ich Helme ziemlich peinlich. Irgendwann habe ich mir pseudomäßig einen gekauft. Ich fand, er sah furchtbar an mir aus, und so richtig gepasst hat das Ding auch nicht. Deswegen habe ich ihn dann auch anfangs immer aus Versehen „vergessen“, mitzunehmen. Seit ich regelmäßig das Fahrrad nehme und nicht nur zweimal im Jahr zum benachbarten Park strampele, hat sich das grundlegend geändert. Helm rettet Leben. Da gibt es nichts zu beschönigen. Mittlerweile habe ich mir viel Zeit gelassen beim Aussuchen eines Helms und mich auch an den Anblick gewöhnt. Egal, ob kurze oder weite Strecken: Ich setze ihn automatisch auf, ohne noch darüber nachzudenken.

Woher soll ich wissen, ob ich nach 100 Metern oder 60 Kilometern stürze? Es kann immer und jederzeit passieren, und viele Unfälle zeigen, dass er einem das Leben retten kann. Wer dann noch Argumente bringt, die die Frisur beinhalten, dem ist das eigene Leben offensichtlich nur wenig wert. So trage ich meinen Helm* bei jeder Fahrt und hoffe doch jedes Mal, dass ich ihn nie brauchen werde und unfallfrei bleibe. Für mich gehört es mittlerweile du den unverzichtbaren Must-Haves für jede Radtour.

Fahrradhelm der an Lenker hängt
Der Fahrradhelm ist wichtigstes Must-Have für jede lange oder kurze Radtour

Handschuhe

Während im Winter bei Minusgraden sicherlich niemand freiwillig ohne Handschuhe fährt, vergessen es im Sommer sicherlich viele Leute. Für mich gehören Handschuhe beim Radfahren aber einfach dazu. Ohne Handschuhe rutscht man schnell mal vom Lenker weg und riskiert einen Unfall, vor allem wenn man an heißen Tagen ins Schwitzen gerät. Handschuhe bieten dir hier mehr Halt und nehmen auch direkt den Schweiß mit auf.

Nicht selten klagen Radfahrer und Radfahrerinnen über Taubheitsgefühle in den Händen. Durch gute Handschuhe* kannst du dieses Problem umgehen. Die meisten Handschuhe haben eine zusätzliche Polsterung an den Stellen, an denen häufig Druckstellen entstehen. Trägst du Handschuhe beim Radfahren, werden größere Schläge abgedämpft, taube Hände vermieden und du bekommst mehr Grip. Interessierst du dich für mehr Informationen zum Thema Radfahren und Hände, lege ich dir die Seite von SQlab ans Herz. Dort findest du viele wichtige Infos und Tipps zum Thema.

Werkzeug

Kaum losgefahren macht das Fahrrad auch schon teure Geräusche. Irgendwas stimmt da doch nicht. Und auch das noch: Scherben schmücken mal wieder den gesamten Fahrradweg – hoffentlich gibt das keinen platten Reifen. Solche Gedanken habe ich, während ich eine Radtour mache, des Öfteren. Und ich vermute, es geht nicht nur mir so.

Für mich Grund genug, immer eine kleine Auswahl an Werkzeug und Hilfsmitteln dabei zu haben. Alles schleppen sicherlich die meisten Leute nicht mit, sonst würde man ja mit Anhänger fahren müssen. Aber hier hast du eine kleine Auswahl meiner Must-Haves, die bei jeder noch so kleinen Radtour dabei sind.

Schlauch/Reifenheber/Luftpumpe

Solltest du ähnlich wie ich noch klassisch mit Fahrradschlauch anstatt tubeless fahren, dann solltest du für den Fall der Fälle immer einen Ersatzschlauch dabeihaben. Für ganz kurze Runden sicherlich nicht notwendig. Da kann man auch mal nach Hause schieben oder zum nächsten Bahnhof.

Stehst du aber irgendwo im Nirgendwo und hast einen Platten und die Aussicht, jetzt das Fahrrad 10-20 Kilometer schieben zu müssen, dann würdest du dir sicherlich wünschen, den Ersatzschlauch eingepackt zu haben. Für mich daher absolutes Must-Have, auch für kürzere Touren. Zusätzlich dazu solltest du auch die Reifenheber und eine Luftpumpe dabeihaben. Ich nutze mittlerweile auch CO2-Kartuschen*, um schnell Luft in den Reifen zu bekommen. Den Reifen komplett mit Luftpumpe aufzupumpen kann schon sehr anstrengend sein.

Sollte dein Rad keinen Schnellspanner haben, dann benötigst du auf jeden Fall auch Inbus- oder Maulschlüssel zur Demontage.

Fahrradwerkzeug. Drei Reifenheber, Fahrradschläuche, kleine luftpumpe
Reifenheber, Mini Luftpumpe und Fahrradschläuche

 

Multitool

Das Multitool* – absolutes Must-Have für jede Radfahrt. Vorausgesetzt, man hat das Richtige und ist in der Lage, die Werkzeuge auch zu bedienen. Fahrräder können mitunter sehr anfällig für kleine Pannen und Defekte sein, weshalb es sich immer lohnt, vorbereitet zu sein und ein bisschen Ahnung vom eigenen Gefährt zu haben. Es gibt auf dem Markt unzählige Varianten von Multitools, die sich im Wesentlichen kaum voneinander unterscheiden. Neben Inbusschlüssel und Schraubendreher findest du häufig auch Kettennieter oder Reifenheber darin. Was genau du wirklich brauchst, hängt von deinem Fahrrad ab. Nichts ist nerviger als unzähliges Werkzeug dabeizuhaben, aber das eine passende fehlt. Also schau genau, was du brauchst, und dann wirst du auf dem breiten Markt sicherlich genau das Richtige für dich und dein Rad finden.

Essen und Trinken

Egal, ob du gemütlich oder sportlich unterwegs bist: Beim Radfahren rinnt schnell der Schweiß. Der Körper investiert beim Radfahren einiges, und deswegen sollten wir ihm auch etwas zurückgeben. Die Radflasche* gehört für mich genauso zur Grundausstattung wie der Helm. Je nach Wetterlage habe ich dann auch mal zwei Flaschen dabei und schaue vorher in meiner Routenplanung, ob es irgendwo die Möglichkeit gibt, die Flaschen aufzufüllen.

Beim Essen ist es nochmal etwas differenzierter. Für Touren bis 20–25 Kilometer habe ich meistens kein Essen dabei. Ausnahme ist, wenn ich schon hungrig losfahre und konkret plane, unterwegs zu essen. Dann gibt es meistens einen Riegel und Nüsse oder auch mal eine Banane. Das lässt sich alles super transportieren und liefert dir schnell wieder Energie zum Weiterradeln.

Drei verschiedene Sorten Fahrradriegel
Fahrradriegel. Perfekt für unterwegs.

Sicherheit

Nicht nur Hunger und Durst können zum Notfall werden. Auch ein Unfall ist leider nie ausgeschlossen, egal ob als betroffene Person oder als Ersthelfer. Deswegen habe ich bei Touren auch ein kleines Erste-Hilfe-Set speziell fürs Radfahren* dabei. Es ist klein und handlich, verfügt aber über eine grundlegende Notfallausstattung. Ich hoffe, ich werde sie niemals brauchen, bin aber beruhigter, wenn ich das Set dabei habe.

Zu meinen anderen Must-Haves, auch bei kürzeren Touren, gehört mein Personalausweis. Den habe ich für den Notfall immer dabei. Man kann nie wissen, ob man in eine Kontrolle oder einen Unfall gerät, bei dem die Personalien wichtig sind, weil man sie im schlimmsten Fall selbst vielleicht gar nicht mitteilen kann.

First Aid Kit. Erste Hilfe Set für Fahrradfahrer
Kompaktes Erste Hilfe Set für unterwegs

Auch meine Bahnkarte und ein bisschen Kleingeld habe ich meist dabei. Sollte ich eine Panne haben und das Fahrrad nicht aus eigener Kraft wieder fahrtüchtig machen können, so kann ich wenigstens bis zum nächsten Bahnhof fahren und ab dort den Nachhauseweg antreten oder ein Taxi rufen.

Um ein Taxi oder eine Hilfe überhaupt rufen zu können oder den nächsten Bahnhof ausfindig zu machen, gehört auch das Smartphone zu meinen Must Haves. Ohne fahre ich nie los, da ich meist auch Freunden oder Familie meinen Standort sende, wenn ich alleine Rad fahre, einfach um sicherer zu sein und damit jemand weiß, wo ich bin.

Taschen

Nun habe ich dir allerhand Tipps gegeben, was meiner Erfahrung nach bei jeder Radtour dabei sein sollte. Doch wohin mit dem ganzen Kram unterwegs?

Dafür gibt es unzählige Möglichkeiten. Viele Dinge kann man sicherlich im Trikot und Hosentaschen verstauen. Bei der Menge an Dingen wird das aber doch irgendwann zur Herausforderung. Große Taschen möchte man aber ja auch nicht immer mitschleppen. Vom Rucksack bis zur Satteltasche gibt es in allen Farben und Varianten die Möglichkeit, alles gut und sicher zu verstauen. So ist für jeden Geschmack etwas dabei. Für mich persönlich lautet die Lösung des Transportproblems: Rahmentaschen.

Sowohl am Oberrohr als auch im Rahmen habe ich zwei kleine Taschen, in die ohne Probleme alles reinpasst, was ich unterwegs so brauchen könnte. Meist ist auch noch Platz darin, falls man doch mal etwas mehr transportieren möchte. Die Taschen sind für mich die ideale Lösung, weil sie nicht zu groß und klobig sind, aber dennoch genug Platz für alle Gegenstände bieten. Wasserdicht und stabil sind sie auch. So kann ich sie bei Wind und Wetter nutzen. Es ist sicherlich alles Geschmackssache. Mir gefallen sie aber optisch auch einfach mehr als die klassische Tasche für den Gepäckträger. Ich persönlich setze seit Jahren voller Überzeugung auf die Taschen von „Apidura“, es gibt aber auch unzählige andere Anbieter, wie beispielsweise „ORTLIEB“*. Bei der Vielfalt an Taschen und Rucksäcken sollte aber jeder etwas für seine persönlichen Vorlieben finden.

Dies und Das: Optional

Nachdem ich dir nun schon meine absoluten Must-Haves für jede Radtour verraten habe, kommen hier ein paar zusätzliche Dinge, die ich optional, je nach Wetterlage und Tourlänge ebenfalls dabei habe. Wie oft stand in meiner Wetter-App schon: Heute kein Regen. Und wie oft bin ich dann klitschnass zuhause angekommen? Mehr als ich es noch zählen kann. Deswegen nehme ich, wenn ich wegen des Wetters unsicher bin, oft auch noch eine Regenjacke und einen Regenschutz für den Helm mit. Je nach Länge und Dauer der Tour kann es sonst schon mal sehr kalt werden, wenn man nassgeregnet ist. Das greift dann das Immunsystem an und man wird anfälliger für Infektionen wie Erkältungen. Deswegen packe ich gelegentlich die Regensachen ein, um auf Nummer Sicher zu gehen.

Das Gegenstück zum Regenequipment: Die Sonnencreme*. Mit dem Fahrrad ist man den Wetterelementen oft schutzlos ausgeliefert. Besonders an den Armen und im Nacken hat die Sonne beim Radfahren oft freies Spiel und man verbrennt sich sehr schnell. Wenn ich daran denke, dann creme ich mich vorher ein. Bin ich unsicher wegen des Wetters, lasse ich meist eine Minitube Sonnencreme einstecken. So kann ich mich auch unterwegs eincremen bzw. nachcremen.

Sonnencremes in unterschiedlichen Größen
Sonnencreme für jede Taschengröße

Navigationsgerät – Must-Have für jede Tour? Bei mir nicht immer, aber fast immer. Kurze Touren, die ich auswendig kann, tracke ich meistens nur, wenn ich Fahrten bspw. fürs Stadtradeln oder irgendeine Challenge aufzeichne. Fahre ich Wege, die ich nicht kenne, nutze ich immer ein Navigationsgerät. Für kürzere Fahrten in der Stadt nehme ich meist das Gerät von Beeline, bei längeren Touren auch manchmal das Gerät von Wahoo*. Beide mag ich eigentlich gleich und variiere daher gelegentlich.

Das sind aber nur meine persönlichen Must-Haves für jede Radtour. Bedenke, dass jeder anders ist und jeder anders fährt. Daher überlege, bevor du dich auf den Sattel schwingst, genau, was dir noch fehlt und was du individuell für deine Tour immer brauchst. Was hast du sonst noch dabei? Was fehlt in der Liste,- was deiner Meinung nach jede Radfahrerin und jeder Radfahrer unbedingt braucht? Lass es mich gern in den Kommentaren wissen.

Auf der Suche nach Mehr Tipps und Tricks oder suchst du weitere Inspiration für dein Equipment. Dann lies schau dir gern meine anderen Blogbeiträge an.

 

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