How To: Schweinehund überwinden beim Radfahren
How To: Schweinehund überwinden beim Radfahren

How To: Schweinehund überwinden beim Radfahren

How To: Schweinehund überwinden beim Radfahren. Radfahren ist großartig und du liebst es einfach auf dem Sattel zu sitzen und loszuradeln – aber gerade kannst du dich einfach nicht dazu aufraffen, weil dein innerer Schweinehund größer ist als deine Motivation?
Wir alle kennen dieses Phänomen nur allzu gut denke ich. Ich kenne es auf jeden Fall. Du hast gerade Zeit und wolltest seit Tagen unbedingt Radfahren. Jetzt wo es endlich klappen könnte kannst du dich aber nicht durchringen dich ins Trikot zu werfen? Oder ist es draußen zu kalt, zu nass und die Windverhältnisse könnten dir eigentlich auch besser passen? Dann spricht gerade sicherlich dein innerer Schweinehund aus dir und übernimmt die Kontrolle über dein Tun. Woher kommt diese Redewendung denn eigentlich? Auf dieser Seite kannst du ein bisschen mehr dazu lesen. Mir geht es aber in diesem Moment weniger darum dich aufzuklären, was der Schweinehund ist, vielmehr möchte ich dir ein paar Tipps geben was mir persönlich immer gut hilft, um den fiesen inneren Schweinehund wieder loszuwerden.

Tipp 1: Ändere deine Perspektive

Versuch doch einmal anders an die Sache heranzugehen. Fährst du normalerweise mit einem speziellen Trainingsziel? Oft machen wir uns dabei großen Druck. Wir wollen, dass wir die für uns richtigen Werte an Kilometer, Watt und Durchschnittsgeschwindigkeit erreichen. Nun ist aber nicht jeder Tag gleich und auch unsere Tagesform variiert. Anstatt den inneren Schweinehund gewinnen zu lassen und gar nicht Fahrrad zu fahren wenn du dich nicht richtig fit und motiviert fühlst, könntest du auch anders fahren.
Beispielsweise indem du einfach eine kleine Runde zum Einkaufen fährst oder mit Familie, Freunden oder alleine in den nächsten Park oder durch deinen Kiez radelst. Diese kleinen Verschiebungen der Perspektive und der Herangehensweise können dir helfen die Routine zu brechen. Möglicherweise entdeckst du auch wieder weshalb du angefangen hast Rad zu fahren und was du daran liebst. Nicht alles folgt immer zwangsweise einem bestimmten Zweck. Also radel doch einfach mal drauf los und lass den Fahrradcomputer zuhause liegen.

Fahrrad vor Schafweide

Tipp 2: Gönn dir (Equipment)

Wie überwinde ich meinen inneren Schweinehund beim Radfahren, wenn dieser sich mal wieder blicken lässt und mich vom Radfahren abhält. Ich mache in solchen Momenten gern einen Ausflug in den Fahrradladen, ins Sportgeschäft oder browse im Internet bei meinen Lieblingsshops nach Fahrradklamotten und Fahrradzubehör. Nichts bringt mich schneller wieder aufs Fahrrad, als meine neuen Klamotten zu testen, die neue Tasche* oder das neue technische Detail* ausgiebig probe zu fahren. Sinnloses Zeug zu kaufen was man nicht nutzen wird bringt aber natürlich auch nichts. Zum einen wird es kaum deine Motivation steigern, wenn du es eigentlich gar nicht benutzen möchtest, zum anderen ist es natürlich wenig nachhaltig. Also achte am besten darauf etwas zu kaufen, von dem du weißt du wirst es nutzen. Und ganz ehrlich Fahrradtrikots hat man doch nie genug, oder?

Frau mit Fahrrad und Einkaufstüte

Tipp 3: Plane deinen nächsten Bikepackingtrip

Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude und ich denke genau das solltest du dir zunutze machen. Hast du dieses Jahr noch ungeplante Urlaubstage? Vielleicht auch nur ein normales oder verlängertes Wochenende was du verplanen kannst? Dann ran an die Tourenplanung. Ich nutze hierfür meist Komoot, weil man da super auch mehrtägige Touren planen kann. Sich ein Ziel zu suchen und zu planen wie man die einzelnen Etappen gestaltet und Eckpunkte einzubauen auf die man sich freut versetzt einen vom Gefühl her direkt schon in eine Bikepackingtour hinein. Bereits während der Planung hat man oft dieses kribbelige Gefühl von Abenteuer was bevorsteht und einen aus dem oft tristen Alltagsgedanken herausholen kann.
Wenn die Tour und Planung erstmal steht, hast du wahrscheinlich wie von selbst direkt schon Lust wieder das Fahrrad aus der Ecke zu holen. Falls nicht, dann sollte spätestens der Ausblick auf die bevorstehende Tour deinen Ehrgeiz wecken regelmäßig aufs Fahrrad zu steigen, damit du die geplante Tour dann auch gut schaffen kannst.

Tipp 4: Menschen sind Rudeltiere

Wenn ich eines mittlerweile sehr sicher weiß, dann ist das, dass der innere Schweinehund jeden Menschen mal überkommt. Da jeder diese Situationen oder Phasen durchlebt, können sich andere auch besonders gut in unsere Lage hinein versetzen und uns auch helfen da heraus zu kommen. Manchmal mag das bewusst passieren, andere male völlig unbewusst.
Deswegen schlage ich dir vor dir Gleichgesinnte zu suchen. Egal ob das der Triathlet aus der Nachbarschaft ist oder der örtliche Mountainbike Verein. Es gibt eigentlich in jeder Stadt viele Möglichkeiten Anschluss für jedes Trainingslevel und Ziel zu finden. Oft findet man auch über soziale Medien Gruppenfahrten oder andere Menschen mit denen man zusammen losradeln kann. In vielen Städten gibt es beispielsweise Ausfahrten vom Gravel Club ,oft gibt es dort auch neben gemeinsamen Ausfahrten noch kleine Events wie das „Gravel&Grill“. Oder du suchst auf der Webseite vom ADFC in der Mitradelzentrale nach Gleichgesinnten, egal ob für die kurze Fahrt am Wochenende oder einen gemeinsamen Fahrradurlaub. Die Verbindlichkeit die sich durch die feste Verabredung ergibt kann dir helfen den Sattel dem Sofa vorzuziehen. Außerdem macht in Gemeinschaft vieles ja auch mehr Spaß und neben dem Fahrradfahren hat man auch noch soziale Begegnungen und Austausch. Eine Win- Win Situation also.

Schweinehund überwinden beim Radfahren. 2 Räder im Wald

Tipp 5: Den inneren Schweinehund zum Freund machen.

Du hast alle Tipps bereits durch und trotzdem keine Motivation das Fahrrad aus dem Keller zu holen? Dann mach dir doch heute mal deinen inneren Schweinehund zum besten Freund und nimm die Situation so an wie sie ist. Unser Alltag ist stressig und zwischen Beruf, Familie, Hobbies und Selbstoptimierung weiß man so manches Mal nicht wo einem der Kopf steht.
Vielleicht ist das heute dann genau der richtige Zeitpunkt, um einfach mal Nichts zu tun. Wer sagt denn, dass du heute noch 20 Kilometer Radfahren musst? Wer legt denn fest, wie oft, wie weit und wie schnell du fahren musst? Bevor man sich mit schlechter Laune heraus aufs Fahrrad schwingt und sich dabei selbst nicht leiden kann, sollte man zuhause bleiben. Ganz ohne schlechtes Gewissen. Einfach mal annehmen was ist und dann kommt die Lust aufs Fahrradfahren schon von ganz allein zurück.

Für mehr Tipps und Tricks rund ums Radfahren schau doch mal hier vorbei.

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